Die „Pille danach“
Pille danach
Bei der „Pille danach“ handelt es sich nicht um eine klassische Verhütungsmethode. Denn die „Pille danach“ ist eine Notbremse und sollte auch ausschließlich so eingesetzt werden.
Es gibt immer wieder Situationen, in denen es mit der Verhütung nicht so klappt wie geplant - z.B. ungeschützter Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen, Kondom gerissen, Scheidendiaphragma verrutscht. So etwas kann passieren und viele Frauen stehen dann vor der Frage: „Könnte ich schwanger werden?“ Sicher beantworten lässt sich diese Frage unmittelbar nach dem „Ereignis“ nicht.
Aber mit Hilfe der Frauenärztin/des Frauenarztes Ihres Vertrauens, die/der Ihnen die „Pille danach“ verschreibt, kann eine ungewollte Schwangerschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden.
Anwendung
Diese Pille muss so früh wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr und innerhalb eines begrenzten Zeitraumes eingenommen werden. Vor der Einnahme sind eine gynäkologische Untersuchung und ein Gespräch erforderlich, um festzustellen, ob möglicherweise Gründe gegen eine Anwendung vorliegen. Deshalb ist es auch wichtig, dass Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie weitere Medikamente einnehmen, weil bestimmte Arzneimittel die Wirkung der „Pille danach“ beeinträchtigen können.
Außerhalb der Praxiszeiten (sonn- und feiertags) erhalten Sie die „Pille danach“ beim ärztlichen Notdienst sowie in der gynäkologischen Abteilung eines jeden Krankenhauses.
Nur in Ausnahmefällen
Am häufigsten kann nach der Einnahme der „Pille danach“ Übelkeit auftreten. Weiterhin können auch Blutungsstörungen wie Zwischen- und Schmierblutungen, Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen, Schwindel, Unterleibsschmerzen, Durchfall, Erbrechen oder Müdigkeit auftreten.
Als Methode zur Empfängnisverhütung sollte die „Pille danach“ jedoch nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.
Verhütung danach
Nach Einnahme der „Pille danach“ sind für den Rest des Zyklus zusätzliche Verhütungsmaßnahmen unbedingt erforderlich. Gut geeignet sind dafür Barrieremethoden wie z.B. Kondome, Scheidendiaphragma und/oder spermizid wirkende Mittel.
Wenn Sie zur Verhütung üblicherweise die Pille anwenden, sollten Sie die Tabletten aus der angebrochenen Packung wie gewohnt aufbrauchen, um Zyklusstörungen zu vermeiden. Bis zur nächsten Menstruationsblutung ist die Anwendung zusätzlicher Verhütungsmittel jedoch unabdingbar, weil der Hormonhaushalt durch die Einnahme der „Pille danach“ durcheinandergeraten und so der Empfängnisschutz nicht mehr ausreichend gewährleistet sein kann.






