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Gerüchteküche – Einige hartnäckige Gerüchte über die Pille

Es halten sich nach wie vor hartnäckige Gerüchte über die Pille, vor allem die Sorge, dass man davon dick wird oder Pickel bekommt. Gerade neue Errungenschaften auf dem Gebiet der Forschung zur Pille tragen dazu bei, diese und ähnliche Gerüchte zu entkräften

Gerücht Nr. 1: Von der Pille nimmt man zu

Dass die Pille dick macht, ist ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Das stimmt so nicht. Die modernen, niedrig dosierten (Mikro-)Pillen haben meist nur einen geringen Einfluss auf den Appetit – Sie haben also nicht plötzlich mehr Hunger, weil Sie die Pille nehmen, und werden nicht automatisch dicker.

Auch das Thema Wassereinlagerungen, das bei östrogenhaltigen Pillen immer wieder hochkommt, kann inzwischen in den meisten Fällen umgangen werden: mit einer Pille,die durch ihre besondere Wirkstoffkombination Wassereinlagerungen vermindert. Eine durch diese Wassereinlagerungen eventuell hervorgerufene leichte Gewichtsveränderung kann damit verhindert werden. So bleibt Ihr Gewicht auch mit Pille, wie es ist.

Gerücht Nr. 2: Die Pille verursacht Pickel und Akne

Zwar ist Akne eine bekannte Nebenwirkung der Pille. Diese tritt aber nicht in jedem Fall auf. Studien haben gezeigt, dass einige der modernen, niedrig dosierten (Mikro-) Pillen durch ihre Hormonzusammensetzung sogar in der Lage sind, das Hautbild positiv zu beeinflussen.

Gerücht Nr. 3: Nach einiger Zeit ist eine Pillenpause fällig

Sie müssen keine Pillenpause machen, wenn nicht medizinische Gründe dies erfordern. Darüber sind sich die Fachleute heute einig.
 
Die unnötige Unterbrechung der Einnahme über einen oder mehrere Monate bringt eher Probleme mit sich. Viele Frauen sind auf den Rat hin "Sie müssen jetzt endlich eine Pillenpause machen!" ungewollt schwanger geworden.

Gerücht Nr. 4: Für junge Frauen ist die Pille nicht geeignet

Für die Pille gibt es grundsätzlich kein Mindestalter. Nach Erreichen der Geschlechtsreife kann die Pille prinzipiell angewendet werden, wenn Sie eine sexuelle Beziehung haben. Sehr junge Mädchen sollten gemeinsam mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt und mit einer Vertrauensperson, z.B. der Mutter, über die Notwendigkeit und Geeignetheit einer hormonellen Verhütung entscheiden. Als die Pille vor über 47 Jahren auf den Markt kam, enthielt sie noch hohe Mengen an Hormonen. Aber inzwischen sind die modernen Mikropillen geringer dosiert, so dass sie meist gut vertragen werden und die Nutzen die Risiken überwiegen. Nicht umsonst ist die Pille bei jungen Frauen unter 20 das beliebteste Verhütungsmittel: hohe Sicherheit, gute Verträglichkeit.

Gerücht Nr. 5: Die Pille macht unfruchtbar

Zwischen Fruchtbarkeitsstörungen und Pilleneinnahme gibt es keinen Zusammenhang, unabhängige davon, wie viele Jahre die Pilleneinnahme gedauert hat. Die Pille hat keine negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Im Gegenteil, viele Frauen werden, nachdem sie die Pille abgesetzt haben, sogar sehr schnell schwanger.


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