Die Pubertät beim Mädchen – was passiert wann?
Kapitel:
Die Pubertät beginnt bei Mädchen durchschnittlich im 10. Lebensjahr. Übrigens: Die Mädchen sind den Jungs in ihrer Entwicklung etwa zwei Jahre voraus. Die holen sie erst später wieder auf. Zu Beginn der Pubertät gibt es erst mal einen richtigen Wachstumsschub – in gut einem Jahr wachsen Sie 10 cm oder sogar mehr. Zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr fangen die Brüste an zu wachsen. Ebenso die Scham- und Achselhaare. Der Körper streckt sich, Hüften und Schultern werden runder, die typisch weiblichen Formen entwickeln sich. Sie nehmen während der Pubertät auch an Gewicht zu – das ist ganz natürlich und ein gesundes Wachstumszeichen. Bis zum Ende der Pubertät – so ungefähr zwischen 16 und 17 – pendelt sich Ihr Gewicht dann ein.
Sind Stimmungsschwankungen während der Pubertät normal?
Ja! Sie sind gereizt und schlafen vielleicht schlecht. Sie sind überglücklich und im nächsten Moment zu Tode betrübt. Alles ganz normal. Die Hormone in Ihrem Körper spielen verrückt und sind dafür verantwortlich, dass Sie sich häufig selbst nicht leiden können.
Keine Sorge: Nach 1 bis 2 Jahren kommt alles wieder ins Gleichgewicht, und Sie fühlen sich richtig wohl in Ihrer Haut.
Gehört Krach mit den Eltern eigentlich dazu?
Sie verändern sich und tun Dinge, die Ihren Eltern wahrscheinlich nicht immer passen. Sie sind häufig nicht einer Meinung, und Streit ist vorprogrammiert. Versuchen Sie einfach zu erklären, was Sie fühlen und geben Sie Ihren Eltern die Chance, ihren Standpunkt zu vertreten. Schließlich müssen auch sie erst damit fertig werden, dass Sie jetzt kein Kind mehr sind.
Unreine Haut, Körpergeruch und vermehrtes Schwitzen. Warum und was tun?
Während der Pubertät produzieren die Talgdrüsen unter der Haut viel mehr Fett als nötig. Schuld daran ist das Durcheinander Ihrer Hormone. Die Folge: Das Gesicht glänzt, es können sich Mitesser und Pickel bilden. Bei starker Akne weiß der Frauen- oder Hautarzt Rat und verschreibt spezielle Pflegeprodukte oder sogar Medikamente. Außerdem wird während der Pubertät zu viel Schweiß gebildet. Das ist sehr lästig und kann ganz schön unangenehm riechen. Regelmäßiges Waschen ist deshalb enorm wichtig. Am besten seifenfreie Waschlotionen nehmen, weil Seife den Säureschutzmantel der Haut kaputt macht. Kleines Trostpflaster: Nach der Pubertät renkt sich auch das wieder ein!
B(üsten)H(alter)? Ab wann und warum?
BH oder nicht – Ihre ganz persönliche Entscheidung. Es gibt sicherlich keine medizinischen Gründe, die dafür oder dagegen sprechen. Entscheidend ist, wie Sie sich am wohlsten fühlen. Und ob die Brust ohne BH bei Sport und Bewegung stört oder sogar wehtut.
SeitenanfangEine Brust ist größer als die andere. Grund zur Sorge?
Dass Ihre Brüste jetzt anfangen zu wachsen, ist ein Zeichen für die Geschlechtsreife. Ihre Größe und Form ist aber nie auf beiden Seiten gleich. Meistens ist die rechte etwas größer als die linke. Das liegt daran, dass die meisten Menschen Rechtshänder sind und der rechte Brustmuskel einfach besser trainiert ist. Die Unterschiede sind allerdings so gering, dass nur Sie sie bemerken, wenn Sie sich genau im Spiegel ansehen. Und sonst niemand!
Und damit Sie bei heiklen Fragen oder Problemen nicht zusätzlich ins Schwitzen geraten, finden Sie hier alle Infos zur Pubertät und drum herum:
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