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Fragen und Antworten

Einige Fragen, die im Zusammenhang mit der Einnahme der „Pille danach“ immer wieder gestellt werden, beantworten wir hier für Sie.

  1. Was mache ich bei Erbrechen nach der Einnahme?
  2. Ist die „Pille danach“ für jedes Alter geeignet?
  3. Was passiert, wenn ich trotzdem schwanger werde – wirkt sich die Einnahme der Hormone negativ auf das Kind aus?
  4. Beeinträchtigt die Anwendung der „Pille danach“ die Fruchtbarkeit?
  5. Kann ich die „Pille danach“ auch während der Stillzeit nehmen?
  6. Wie erhalte ich die „Pille danach“?
  7. Wer hilft, wenn ich meine Ärztin/meinen Arzt nicht erreiche?
  8. Schützt die „Pille danach“ auch vor Aids?
  9. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  1. Was mache ich bei Erbrechen nach der Einnahme?

    Erbrechen nach der Einnahme:
    Bei Erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach der Tabletteneinnahme sollten sofort zwei weitere Tabletten eingenommen werden. Suchen Sie zur Verordnung einer neuen Packung der „Pille danach“ unverzüglich die Ärztin/den Arzt auf und besprechen Sie ausführlich auch mögliche Risiken.

  2. Ist die „Pille danach“ für jedes Alter geeignet?

    Prinzipiell kann jede Frau zwischen der Pubertät und den Wechseljahren die „Pille danach“ zur Notfallverhütung anwenden. Über die Anwendung bei Frauen unter 16 Jahren liegen allerdings nur Daten in sehr begrenztem Umfang vor.

  3. Was passiert, wenn ich trotzdem schwanger werde – wirkt sich die Einnahme der Hormone negativ auf das Kind aus?

    Es gibt Daten, die zeigen, dass das in der „Pille danach“ enthaltene Gestagen keine schädlichen Effekte auf die befruchtete Eizelle hat. Klinische Daten über mögliche Folgen bei Einnahmen von Dosen dieses Gestagens über 1,5 mg liegen jedoch nicht vor.

  4. Beeinträchtigt die Anwendung der „Pille danach“ die Fruchtbarkeit?

    Die Fruchtbarkeit wird durch die „Pille danach“ nicht beeinflusst.

  5. Kann ich die „Pille danach“ auch während der Stillzeit nehmen?

    Da das in der „Pille danach“ enthaltene Hormon in die Muttermilch übertritt, sollte diese Pille während der Stillzeit möglichst nicht genommen werden. Wenn die Einnahme trotzdem einmal notwendig wird, sollte die Tablette unmittelbar nach dem Stillen genommen werden.

  6. Wie erhalte ich die „Pille danach“?

    Die „Pille danach“ ist verschreibungspflichtig. Vor der Einnahme sind eine gynäkologische Untersuchung und ein Gespräch erforderlich, um festzustellen, ob Gründe gegen die Anwendung sprechen. Teilen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt mit, wenn Sie andere Medikamente einnehmen, da bestimmte Arzneimittel die Wirkung der „Pille danach“ beeinträchtigen können.

  7. Wer hilft, wenn ich meine Ärztin/meinen Arzt nicht erreiche?

    Außerhalb der Praxiszeiten (sonn- und feiertags) erhalten Sie die „Pille danach“ beim ärztlichen Notdienst sowie in jedem Krankenhaus (gynäkologische Abteilung).

  8. Schützt die „Pille danach“ auch vor Aids?

    Nein. Nur Kondome bieten einen gewissen Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.

  9. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

    Am häufigsten kann nach der Einnahme der „Pille danach“ Übelkeit auftreten. Weiterhin können nach der Einnahme Blutungsstörungen wie Zwischen- und Schmierblutungen, Spannungsgefühl der Brust, Kopfschmerzen, Schwindel, Unterleibsschmerzen, Durchfall, Erbrechen oder Müdigkeit auftreten. Die Einnahme der „Pille danach“ sollte daher stets der Verhütung im Notfall vorbehalten bleiben.


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