Nicht weniger als eine Revolution
Nachdem die Schering-Forschung (heute Bayer Schering Pharma) schon in den 20er und 30er Jahren wegweisende Impulse für den Fortschritt in der modernen Hormontherapie gesetzt hatte, trat das Unternehmen im Jahr 1961 an, die Empfängnisverhütung zu revolutionieren: Schering führte mit Anovlar® die erste „Pille“ in Europa und Deutschland ein.
Schwerer Start
In den Anfangsjahren war die „Pille“ in Europa sehr umstritten. Sie sollte nur als Mittel zur Behebung von Menstruationsstörungen und ausschließlich an verheiratete Frauen mit Zustimmung des Ehemanns abgegeben werden. Moralische Bedenken von so ziemlich allen gesellschaftlichen Institutionen führten zu Protesten. Eine Frau, die verhütet, galt schnell als „leicht zu haben“.
Dann kam die sexuelle Revolution
Erfreulicherweise verscheuchten die wilden Sixties und Seventies die Verklemmtheit der frühen Jahre, und es wurde allmählich offen über Sexualität und Verhütung gesprochen. Diese sexuelle Revolution war eigentlich nur aufgrund der sorgenfreien Verhütung möglich, die die Pille den Frauen erstmals bot. Noch heute profitieren wir davon, dass damals viele junge Frauen für Gleichberechtigung kämpften.
Gesellschaftliches Phänomen „Pillenknick“
In den 70er Jahren wurde die Pille für Millionen von Frauen ganz selbstverständlich. Was wiederum zu einem anderen gesellschaftlichen Problem führte: Die damals sinkenden Geburtszahlen wurden von den Medien als Folge der zuverlässigen Verhütung durch die Pille interpretiert. Ein Mythos, wie sich in der wissenschaftlichen und bevölkerungspolitischen Diskussion später herausstellte.
Heute bietet die Pille viel mehr als nur Verhütung
Wir können uns heute ganz einfach für die Pille entscheiden, die bei richtiger Anwendung zu den sichersten Verhütungsmitteln gehört, oder eine andere Verhütungsmethode wählen. Für Frauen und Mädchen von heute zählt vor allem, dass eine moderne Pille niedrig dosiert ist und ein aktives Leben ermöglicht. D.h. die moderne Pille sollte Hormonschwankungen im Zyklus reduzieren und zusätzlich unangenehme Zyklus-Beschwerden lindern können.


