Sie und Ihre Pille – Zwei, die sich gut vertragen
Durch und durch erforscht
Die Pille wurde über 40 Jahre lang immer weiter entwickelt und verbessert. Heute gibt es viele verschiedene Pillenarten.
Nur wenige Frauen, meist allerdings solche mit bestimmten medizinischen Problemen oder chronischen Vorerkrankungen (wie Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen, Gefäßerkrankungen, Migräne u.a.) können unter Einnahme der Pille eventuell ernsthafte Nebenwirkungen erleiden. Daher erfragt die Frauenärztin / der Frauenarzt im Rahmen der Erstverordnung diese Risikofaktoren und misst Ihren Blutdruck. Beantworten Sie diese Fragen unbedingt ehrlich und wahrheitsgetreu. Hier finden Sie eine nützliche Checkliste mit den wichtigsten Fragen für Ihren Arzttermin, damit Sie sich gut darauf vorbereiten können.
Von hochdosierten Pillen zur modernen Mikropille
Viele der noch heute erzählten Horrorgeschichten über die Pille stammen aus der Anfangszeit der ersten höher dosierten Pillen. Die heutigen Kombinationspillen enthalten im Vergleich zu früheren Pillen eine viel geringere Hormondosis: Die Menge des synthetischen Östrogens Ethinylestradiol (EE) in den heutigen Kombinationspillen wurde gegenüber der früheren Dosis von 0,05 mg oder höher auf 0,03 mg beziehungsweise 0,02 mg reduziert.
Die modernen, niedrig dosierten Pillen sind meist gut verträglich. Wie jedes andere Arzneimittel kann natürlich auch die Pille unerwünschte Begleiterscheinungen haben, die aber nicht bei jeder Anwenderin vorkommen müssen.
Der Beipackzettel, der in jeder Pillenpackung enthalten ist, gibt Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen, die unter Ihrer Pille schon einmal beobachtet wurden.
Pillen mit positiven Begleiterscheinungen
Es gibt inzwischen auch Pillen, die sich durch die Art des Gestagens günstig auf das Hautbild auswirken können. Und dass die Pille dick macht, ist ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Das stimmt so nicht. Die modernen, niedrig dosierten (Mikro )Pillen haben meist keinen Einfluss auf den Appetit – Sie haben also nicht plötzlich mehr Hunger, weil Sie die Pille nehmen, und werden nicht automatisch dicker. Auch Wassereinlagerungen, die bei höher dosierten östrogenhaltigen Pillen vorkommen können, können inzwischen mit niedriger dosierten Pillen umgangen werden:
Möglichst kein Risiko bitte!
Für manche Frauen ist die Pille nicht geeignet, zum Beispiel bei stillenden Müttern, Frauen mit Östrogenunverträglichkeit, wenn man bereits schwanger ist oder chronisch krank. Weiterhin ist sie nichts für Raucherinnen und übergewichtige Frauen. Das steht dann entsprechend im Beipackzettel. Sie sollten Ihre Frauenärztin / Ihren Frauenarzt fragen, ob bei Ihnen das Risiko zu hoch ist und welche alternativen Verhütungsmittel für Sie in Frage kommen. Hier finden Sie noch mehr Informationen zu möglichen Nebenwirkungen und Gegenanzeigen.


