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glossar

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A

AIDS
Acquired Immune Deficiency Syndrome. Das HI-Virus, das Aids verursacht, greift das Abwehrsystem des Körpers an und zerstört es. Dadurch kann sich der Körper nicht mehr vor Infekten schützen. Diese brechen leichter aus, und das Risiko, an einer eigentlich "harmlosen" Grippe oder Ähnlichem zu sterben, wird im Verlauf der Erkrankung immer größer. Die Erreger befinden sich in allen Körperflüssigkeiten, besonders hoch konzentriert in Sperma und Blut. Aids ist nicht heilbar. Safer Sex heißt: Sex nur mit Kondom - schützt in den allermeisten Fällen vor einer HIV-Infektion.
Akne
Eine Hautkrankheit, bedingt durch eine Störung der Talgdrüsenfunktion - was zu Mitessern, entzündlichen Knötchen, Pusteln und im schlimmsten Falle zu Abszessen im Gesicht, auf dem Rücken und der Brust führen kann. Unbedingt zum Arzt damit und nicht selbst "herumdoktern" - Akne kann schlimme Narben hinterlassen, wenn sie falsch behandelt wird. Mehr erfahren Sie auch hier: Haut
Androgene
Sammelbegriff für die männlichen Sexualhormone.
Antibiotika
(Mehrzahl) - Ein Antibiotikum ist ein Medikament, das gegen Infekte wirkt, die durch Bakterien hervorgerufen werden.
ambulant
Eine ambulante Behandlung beim Arzt oder im Krankenhaus bedeutet, dass man im Anschluss daran gleich wieder nach Hause darf.

B

Barrieremethoden
Barrieremethoden bei der Empfängnisverhütung verhindern, dass das Sperma in die Gebärmutter gelangt. Einige, jedoch nicht alle, Barrieremethoden bieten Schutz gegen Geschlechtskrankheiten. Zu den verschiedenen Barriereverhütungsmethoden gehören:
  • Diaphragma (Pessar)
  • Portiokappe
  • Kondom
Bauchspiegelung
Eine Untersuchung der Bauchhöhle und der sich darin befindlichen Organe mittels Endoskop (röhren- oder schlauchförmiges Instrument, mit dem man von außen alle inneren Organe betrachten kann) unter Vollnarkose.
Beckenentzündung
Beckenentzündungen stellen eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen dar. Betroffen sind die Gebärmutter oder Bereiche davor, Eileiter und Eierstöcke sowie oft auch benachbarte Beckenorgane. In vielen Fällen sind sexuell übertragene Infektionen die Ursache für die Entzündung. Oft gibt es jedoch auch keinen erkennbaren Anlass.
Befruchtung
Inkontinenz, Unvermögen, Harn willkürlich zurückzuhalten. Allgemein unterscheidet man die Dranginkontinenz (ständiger Harndrang), von der Harninkontinenz (Harnträufeln).
Beschneidung, Cirmcumcision
Wenn ein Mann oder ein Junge beschnitten ist, wurde die Vorhaut des Gliedes entfernt, und die Eichel liegt frei. Die Beschneidung wird sowohl aus religiösen als auch aus medizinischen Gründen durchgeführt.

C

Camouflage
Eine hautfarbene Make-up-Grundierung, die Hautflecken zuverlässig abdeckt.
Coitus
Geschlechtsakt, Geschlechtsverkehr, Eindringen des Penis in die Scheide.

D

Depotwirkung
In einem Depot befindet sich eine Ansammlung eines bestimmten Wirkstoffs, der über einen längeren Zeitraum aus diesem freigesetzt wird und immer in der gleichen Dosis wirkt.
Dreiphasen-Pillen
Verhütungspillen mit drei verschiedenen Hormonmengen an Östrogen und Gestagen, die den Hormonspiegel der Frau während des normalen Menstruationszyklus nachahmen sollen.

E

Eierstöcke
Mit der Gebärmutter verbunden, pflaumengroß, paarig. Beinhalten Eibläschen (Follikel) und lassen pro Zyklus eine befruchtungsfähige Eizelle reifen, bilden zusätzlich die Hormone Östrogen und Progesteron (Gelbkörperhormon).
Eileiter
Paariges, mit der Gebärmutter beiderseits offen verbundenes, schlauchförmiges Organ. Dient dem Auffangen der befruchteten Eizelle und deren Weiterleitung in die Gebärmutter.
Einphasen-Pillen
Einphasen-Pillen enthalten pro Tablette die gleiche Dosis Östrogen und Gestagen.
Eisprung
Die Freigabe einer gereiften Eizelle (Ovum) aus einem Eierstockbläschen (Follikel). Dies geschieht ungefähr alle vier Wochen in der Mitte des Menstruationszyklus, ca. 14 Tage vor dem Beginn der nächsten Menstruation.
Ejakulat
Die bei der Ejakulation austretende Flüssigkeit wird Ejakulat genannt.
Ejakulation
Samenerguss beim sexuellen Höhepunkt (= Orgasmus).
Embolie
Plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes, meist einer Arterie, durch einen Blutpfropf (Embolus) mit oft schweren gesundheitlichen Folgen.
Endometriose
Bei dieser Erkrankung siedelt sich Gebärmutterschleimhaut im Bereich der inneren Genitalien, an verschiedenen Stellen im Bauchraum und selbst in entfernten Körperstellen ab. Unter dem Einfluss der Geschlechtshormone kommt es auch in diesen "Herden" zur Blutung. Das eingekapselte, gewonnene Blut ("Schokoladenzysten") führt zu Entzündungserscheinungen im benachbarten Gewebe. In der Folge können auch Verwachsungen entstehen. Die Erkrankung wird oft von starken Schmerzzuständen vor und während der Menstruation begleitet. Sie ist außerdem häufig die Ursache von Unfruchtbarkeit.
Endorphine
Endorphine sind in der Hirnanhangdrüse gebildete Hormone, die stark schmerzstillend wirken und an verschiedenen vegetativen Prozessen beteiligt sind, u. a. Regulierung der Körpertemperatur, Steuerung von Antrieb und Verhalten, Hemmung der Darmbeweglichkeit. Sie werden oft als "Glückshormone" bezeichnet.
Erektion
Wenn der Penis durch Blutansammlung in den Schwellkörpern steif wird.
Ethinylestradiol
Das in Verhütungspillen verwendete synthetische Östrogen.

F

Fettsäuren
(gesättigte und ungesättigte) Neben Kohlenhydraten und Eiweiß der dritte Grundbaustein gesunder Ernährung. Mehr erfahren Sie bei unseren Ernährungstipps.
Follikel
Bläschen im Eierstock, in denen sich die Eizellen bis zum Eisprung entwickeln können und das Hormon Östrogen gebildet wird.

G

Gebärmutterhalskrebs
Krebs des untersten Abschnitts der Gebärmutter, der die Scheide mit der Gebärmutter verbindet.
Gelbkörperhormon
Progesteron ist das wichtigste natürliche Gelbkörperhormon, das vorwiegend im Gelbkörper des Eierstocks und in der Plazenta gebildet wird. Es bereitet den Körper u. a. auf eine Schwangerschaft vor und sorgt für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft.
Gelbsucht
Hell- bis dunkelgelbe Färbung der Haut und der Schleimhäute durch Gallenbestandteile (Bilirubin und Gallensäuren). Die Gelbsucht ist keine selbstständige Krankheit, sondern ein Symptom, das bei verschiedenen Erkrankungen, u. a. bei Leberentzündung (Hepatitis) vorkommen kann.
Genitalbereich
Die Geschlechtsorgane werden auch Genitalien genannt. Entsprechend umfasst der Genitalbereich bei Frauen wie Männern die äußeren und inneren Geschlechtsorgane.
Gestagene
Stoffklasse von synthetischen Hormonen, die ähnliche Eigenschaften wie das natürliche Gelbkörperhormon Progesteron haben.
Gynäkologin/Gynäkologe
Fachärztin/Facharzt für Frauenheilkunde

H

Hepatitis
Infektion der Leber durch Hepatitis-Viren. Man unterscheidet zwischen Hepatitis A, B und C. Hepatitis A und B sind sehr ansteckende Erkrankungen.
Hoden
Der Hoden ist die männliche Keimdrüse, in der die Spermien und das Geschlechtshormon Testosteron gebildet werden. Durch die vielfach gewundenen Samenkanälchen wird beim Mann eine enorme Vergrößerung der Hodenoberfläche erreicht. Die Länge aller Kanälchen in beiden Hoden beträgt ca. 500 m. Erst dadurch wird die tägliche Produktion von ca. 100 Millionen Spermien möglich.
Hormone
Von inneren Drüsen gebildete körpereigene Wirkstoffe, die über das Blut zu verschiedenen Organen transportiert werden und bereits in sehr geringen Konzentrationen den Stoffwechsel der Organe beeinflussen. Hierzu zählen z.B. die Geschlechtshormone. Siehe:
    Androgene
  • Gestagene
  • Gelbkörperhormon
  • Östrogene
  • Testosteron
Humanes Papilloma-Virus (HPV)
Auch als Warzenvirus bezeichnet. Es gibt viele verschiedene humane Papilloma-Virustypen. Durch einige Virentypen entstehen Warzen (so genannte Feigwarzen) im Genitalbereich. Die Viren werden meist durch Sexual- oder sonstigen intimen Körperkontakt übertragen. Sie nisten sich im Körper ein und schlummern dort, ohne dass Sie etwas davon merken. Irgendwann können sie aktiv werden und verursachen dann Gewebeveränderungen am Ausgang der Gebärmutter. Unbehandelt können sich diese Wucherungen zu Gebärmutterhalskrebs weiterentwickeln.
Hypophyse (Hirnanhangdrüse)
Die Hirnanhangdrüse ist eine der wichtigsten endokrinen Drüsen (Drüsen, die Hormone direkt in den Blutkreislauf abgeben). Die Hypophyse reguliert und kontrolliert die Tätigkeiten anderer Drüsen und vieler Körperfunktionen.

J

Jo-Jo-Effekt
Wenn man eine Diät absetzt und sich wieder "normal" ernährt, pendelt sich das Körpergewicht oft auf einem Wert ein, der höher ist als vor Beginn der Diät.
Jungfernhäutchen
Dünnes, elastisches Häutchen, das den Scheideneingang bei Mädchen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, verengt.

K

Kombinationspille
Eine Pille, die mehrere Wirkstoffe enthält. Mehr erfahren Sie hier: Pille.
Kontrazeption
Der medizinische Fachbegriff für Empfängnisverhütung, entsprechend ist ein Kontrazeptivum ein Verhütungsmittel.

L

Langzyklus
Langzyklus bedeutet, über einen längeren Zeitraum hinweg (z.B. 2 Monate) die Blutung zu unterdrücken, indem Sie ohne Einnahmepause die Pillen aus mehreren Pillenpackungen hintereinander einnehmen. Das funktioniert aber nur mit Einphasenpillen.

M

Melanin
Der dunkle Farbstoff, der unsere Haut bräunt, der aber auch z.B. für Leberflecke oder die schwarzen Punkte der Mitesser verantwortlich ist.
Migräneanfälle
Anfallartige Kopfschmerzen, die wiederholt und häufig halbseitig auftreten, oft mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einhergehen und über mehrere Stunden oder bis zu 3 Tage andauern können.
Mikropille
Eine Kombinationspille mit weniger als 50 Mikrogramm Östrogen heißt Mikropille (1 Mikrogramm = 1 tausendstel Gramm). Mikropille ist aber nicht gleich Minipille. Eine Minipille enthält nur Gestagen und ist nicht so sicher wie eine Mikropille. Mehr zur Mikropille erfahren Sie hier: Mikropille 24vier.
Minipille
Eine Pille mit nur einem Wirkstoff. Mehr erfahren Sie hier: Minipille.
Myom
Gutartige Geschwulst des Gebärmuttermuskelgewebes.

N

Nebenwirkungen
Wenn ein Arzneimittel unerwünschte Wirkungen hat, spricht man von Nebenwirkungen. Beispiel: eine Kopfschmerztablette auf leeren Magen genommen, kann Übelkeit hervorrufen. Mehr über Nebenwirkungen der Pille erfahren Sie hier: Nebenwirkungen.
Niedrig dosierte Pillen
Pillen, die zur Empfängnisverhütung 20 Mikrogramm Östrogen enthalten.

O

Oestrogene
Weibliche Geschlechtshormone, die zusammen mit Progesteron die Fortpflanzungsvorgänge regulieren.
Onanieren
Selbstbefriedigung. Sich selbst zu streicheln und zu befriedigen ist ein selbstverständlicher Teil der Sexualität. Es hilft Ihnen dabei, Ihren Körper besser kennenzulernen und verursacht schöne Gefühle. Übrigens: Gerüchte, dass man davon dumm wird oder Pickel bekommt, sind völliger Blödsinn.
Oraler Ovulationshemmer
Zum Beispiel die Pille. Oral, weil sie geschluckt wird. Ovulationshemmer, weil sie die Ovulation (den Eisprung) hemmt.
Orgasmus
Sexueller Höhepunkt bei Frau und Mann. Beim gesunden und nicht sterilisierten Mann mit der Ejakulation des Samens verbunden. Beim Orgasmus entwickelt sich ein extremes Lustempfinden.
Otosklerose
Fortschreitende Mittelohr-Schwerhörigkeit
Ovum
Eizelle

P

PMS
Beschwerden, die einem an den Tagen vor "den Tagen" das Leben schwer machen können. Äußern sich in z.B. Brustspannen, geschwollenen Gliedmaßen (Arme, Finger, Beine), Völlegefühl, Ziehen im Unterleib. Weitere Informationen finden Sie hier: Prämenstruelle Beschwerden.
Pearl-Index
Ist ein Maß zur Bestimmung der Sicherheit eines Verhütungsmittels. Ein Pearl-Index von 1 besagt, dass eine von hundert Frauen, die ein bestimmtes Verhütungsmittel angewendet haben, innerhalb eines Jahres schwanger geworden ist. Mit einem Verhütungsmittel, das den Pearl-Index 0,4 hat, wie die Pille, werden vier von tausend Frauen in einem Jahr schwanger. Je kleiner also der Pearl-Index, desto sicherer das Verhütungsmittel.
Petting
Der Austausch von Zärtlichkeiten ohne Geschlechtsverkehr. Dabei streicheln sich Mädchen und Jungen überall, auch an den Geschlechtsorganen. Petting umfasst alles, was beiden gefällt und wozu beide Lust haben. Petting kann zum Orgasmus führen, muss aber nicht.
Präparat
Ein anderes Wort für Medikament.
Progesteron
Natürlich im weiblichen Körper vorkommendes Hormon, das den Schwangerschaftsablauf unterstützt und im Menstruationszyklus eine wichtige Rolle spielt.
Psychopharmaka
Substanzen, die die Aktivität des Gehirns beeinflussen. Lindern Beschwerden, die durch Veränderung der Psyche (Stimmung, Gefühle etc.) hervorgerufen werden.
pillenmüde
Einfach ein Ausdruck dafür, dass man keine Lust mehr hat, jeden Tag die Pille zu nehmen.

R

Reproduktionssystem
Sammelbegriff für Körperteile, die mit Fortpflanzung und Schwangerschaft zu tun haben
rektal
Im Po bzw. Mastdarm; z.B. bedeutet "rektal Fieber messen" nichts anderes, als im Po zu messen.

S

Schmierblutung
Leichter, bräunlicher bis dunkelroter Ausfluss aus der Scheide
Spekulum
Instrument nach Art eines gebogenen Spatels, das in die natürlichen Öffnungen des Körpers zur Untersuchung eingeführt wird, z.B. Nasen-, Ohren-, Mund-, Scheiden- und Darmspekulum.
Spermizide
Spermienabtötende Mittel zur Verhütung.
Synthetische Hormone
In der Verhütungspille enthalten. Diese künstlich hergestellten Hormone ahmen die Eigenschaften der natürlichen körpereigenen Hormone (in diesem Fall Gestagen und Östrogen) nach.

T

Talgdrüse
Drüse der Haut, die Talg absondert und somit Haut (und Haar) gegen das Austrocknen schützt.
Testosteron
Männliches Hormon, stärkstes natürliches Androgen. Für die Entwicklung des männlichen Individuums von ausschlaggebender Bedeutung.
Thrombose
Von einer Thrombose spricht man, wenn sich - meist in den Venen, aber auch in den Arterien - Blutgerinnsel bilden, die die Gefäße verstopfen und den Blutfluss im Körper be- oder verhindern können. Wenn sich so ein Blutpfropfen von der Gefäßwand löst und in Herz, Lunge oder Gehirn gelangt, kann das schwerwiegende Folgen haben.

U

Ultraschall
Mit einem Ultraschallgerät kann man die inneren Organe mittels Schallwellen auf einem Bildschirm sichtbar machen und so feststellen, ob alles in Ordnung ist. Während einer Schwangerschaft wird die Entwicklung des Babys per Ultraschall verfolgt.

V

Verhütungsmethoden
Verhütungsmethoden/Empfängnisverhütung: Als Empfängnisverhütung oder Kontrazeption werden Methoden bezeichnet, die die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schwangerschaft verringern.
Verschmelzung
Siehe Befruchtung: Samen- und Eizelle verschmelzen.
Verträglichkeit
Gibt an, wie gut ein Arzneimittel vertragen wird, ob es also unerwünschte Nebenwirkungen auslöst oder nicht. Mehr über Verträglichkeit der Pille erfahren Sie hier: Verträglichkeit.
Vorspiel
Zärtliches Beisammensein, bevor es zum Geschlechtsverkehr kommt. Dabei wird lustvolle Spannung im Körper aufgebaut, die sich dann beim Coitus entlädt.

Z

Zyklus
So heißt die Zeit zwischen zwei Blutungen. Er beginnt am ersten Tag der Regelblutung und endet am letzten Tag vor der nächsten Blutung. Mehr über Ihren Zyklus erfahren Sie hier: Zyklus
Zysten
Gutartige, kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe (z.B. an den Eierstöcken).

Bild: Lexikon

 
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