Wozu ein PMS-Kalender?
Der erste Schritt in der Behandlung des Prämenstruellen Syndroms (PMS) besteht darin, die individuellen Beschwerden zu kennen. Denn ein einheitliches PMS-Krankheitsbild gibt es nicht. So können Art und Schweregrad der körperlichen sowie seelischen Beschwerden von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Und auch äußere Faktoren können PMS-Symptome beeinflussen. Bei manchen Frauen verstärkt z.B. Stress die Beschwerden.
Damit Sie feststellen können, welche PMS-Symptome bei Ihnen im Vordergrund stehen und welche Einflüsse damit verbunden sein können, ist es hilfreich, einen PMS-Kalender zu führen. Denn wer erinnert sich schon genau daran, wann welche Beschwerden aufgetreten sind und womit diese vielleicht verknüpft waren. In einem PMS-Kalender werden deshalb nicht nur die Tage der Blutung notiert, sondern auch das körperliche und seelische Befinden im Verlauf des Zyklus.
Wie führe ich den PMS-Kalender?
Der PMS-Kalender sollte kontinuierlich über mindestens 3 bis 4 Monate ausgefüllt werden. Dies ist nötig, um zu sehen, ob sich bestimmte Symptome im Zyklusverlauf wiederholen und in welchen Situationen sie auftreten.
Um Ihnen das Führen des PMS-Kalenders zu erleichtern, ist für jeden Monat eine PMS-Tabelle vorgesehen (drucken Sie den Kalender also am besten mehrere Male aus, damit Sie für jeden Monat ein Blatt haben.). In der ersten Zeile dieser Tabelle tragen Sie Zeitpunkt und Stärke der Blutung ein. In den nachfolgenden Zeilen sind die wichtigsten PMS-Symptome aufgeführt. Hier notieren Sie täglich, welche Beschwerden aufgetreten sind und wie stark diese waren. Als Symbole zum Eintragen können Sie z.B. verwenden:
leichte Beschwerden bzw. Blutung
mittelstarke Beschwerden bzw. Blutung
starke Beschwerden bzw. Blutung
Unter der Tabelle befindet sich das Feld "Bemerkung". Hier haben Sie Platz, um bestimmte Alltagssituationen und Tätigkeiten sowie außergewöhnliche Ereignisse einzutragen, z.B. Stress in der Schule oder familiäre Konflikte. Ein entsprechendes Beispiel finden Sie hier:
Sicherlich – um einen solchen PMS-Kalender regelmäßig auszufüllen, bedarf es etwas Disziplin. Aber nur so können Sie sich einen Überblick über Ihren Zyklus und Ihre PMS-Beschwerden verschaffen. Wenn Sie den Kalender über einige Monate geführt haben, sollten Sie ihn zusammen mit Ihrer Frauenärztin / Ihrem Frauenarzt auswerten. Dies kann Ihnen und Ihrer Frauenärztin / Ihrem Frauenarzt helfen, die für Sie geeignete Strategie zur Behandlung von PMS-Symptomen herauszufinden.






